Zwischenzeiliges.
Wenn der Mittelpunkt der Welt lange Zeit die eigene Wohnung ist. Wenn man viele (!) Monate dort verbringt und kaum vor die Türe geht, nicht etwa, weil man nichts sehen will,
sondern weil man selbst nicht gesehen werden möchte...
dann wird's unschön.
Wenn diesem Mittelpunkt dann auch noch der Zauber genommen wird, dann bleibt einem nur noch der Rückzug ins eigene, ganz Innere.
So war das. Und jetzt kommt es mir so fremd vor.
Ich freue mich so sehr darüber, dass einige Menschen sehr verwundert und ebenfalls erfreut sind, seit langem wieder etwas von mir zu hören.
Viele hatten es (mich?) aufgegeben. Das tut mir leid.
Unerwarteter Weise darf ich immer noch nicht arbeiten. Der Stress in der letzten Zeit, die Medikamente. Krankenschein bis zum Antritt der Reha am 11. April, welche vorerst auf 4 Wochen festgelegt, aber nach "hinten" noch offen ist.
Heute sind wir meinen Behandlungsplan durchgegangen - und ehrlich gesagt, ich freue mich riesig darauf!
Abgesegnet durch die Geschäftsleitung am Festland, den Chef vor Ort und wunderbare Mitarbeiter,
die mein Fehlen einfach so mittragen.
"Nimm dir alle Zeit der Welt! Und nur kein schlechtes Gewissen, wir wollen dich wieder singen und pfeifen hören"
Und ehrlich? Ich könnte singen und pfeifen (wenn ich könnte!)
:-)
Meine Tochter hat ihren Job in Berlin tatsächlich geschmissen. Sie wird während meiner Abwesenheit meine Wohnung hüten - und ein wenig unsere temperamentvolle Mom. Beide ebenfalls etwas "ausgebrannt".
Das widerum freut meine Schwester und entlastet sie.
Ich habe gerade das Gefühl, als würde sich aus dieser Wochenlangen & gemeinsamen Erschöpfung eine ganz eigene, feine Energie generieren, und ich komme mir vor wie in einem kleinen Kreis der sich nun endlich schließt.
Keine Pläne, kein psychisches Getöse.
Ich schreibe das ausschließlich für jene, von denen ich weiß dass sie immer noch fleißig und anteilig mitlesen, schreiben, und hin und wieder sogar kommentieren. Danke dafür, das rührt mich sehr.
Mailen kann ich nicht- und lange Dialoge bekomme ich immer noch nicht geregelt. Seht das hier einfach als virtuellen Briefkasten, aus dem ihr euch, wenn nötig, die enjalen "UpDates" abholen könnt. Soweit ihr wollt.
Sicher bin ich auch, dass dem ein oder anderen von Euch ein wirklich aufrichtiges und direktes
Danke
zusteht.
Ich weiß das!!! Und ich hole das auch nach, denn einige Worte und Zusprüche, sogar von Fremden, haben mir in der letzten Zeit sehr (sehr!) viel geholfen und mich weiter gebracht.
Sehr intim gerade, ich weiß.
Aber da scheiße ich drauf, denn einen großen Teil der Leser hier kenne ich ja nun persönlich, und diese eben kennen meinen "Ton", kennen mich, waren schon hier, haben mit mir gefeiert, geschwommen, gesegelt, waren mit mir zusammen, lagen mit mir lachend irgendwo "unterm Tisch",
oder haben mit mir geschwiegen.
Namen möchte ich nicht nennen, denn ich denke, Du ... oder auch DU, wirst wissen, was, oder wen ich meine.
Die letzten zwei Jahre waren mir, weiß Gott, nicht Freund - und DAS machte mich zu einer schlechten Freundin.
Ein guter Abend. Schon allein, weil ich seit langem mal wieder einen so langen Text zustande gebracht habe. Es war mir ein Bedürfnis!
Und im Spätsommer hätte ich gerne ein paar von Euch hier. Auf der Insel. An meinem Tisch.
Das wünsche ich mir.
Aber hey, eines muss ich noch loswerden:
Kommentar des Jahres von HaJo:
"Ich wünsche Dir, dass Du für alles sehr viel Kraft hast und ich Dir vielleicht immer eines vermitteln konnte: Kämpfe!"
Danke, mein Lieber, der Wunsch adelt dich. Auch, wenn er wieder mal nach 00:00 kam und somit Stunden später nicht mehr relevant ist.
(Zensiert)
Gleich 22:oo, ich muss ins Bett :-)
Gute N8 WWWelt.